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Jubiläumskonzert "30 Jahre Jugendsinfonieorchester der Kreismusikschule Osnabrück e.V.

Nicht jede Musikschule schafft es, einen derart großen Klangkörper 30 Jahre lang am Leben
zu halten. Im Rückblick auf die Geschichte des Orchesters sind verdienstvolle Namen zu
nennen. Vor 30 Jahren begann die erste Probe unter Leitung von Thorsten Scholz, einem
Lehrer für Blechblasinstrumente. Der damalige Schulleiter Friedrich Laumerich griff ebenfalls
gerne zum Taktstock. Geigenlehrer Dirk Anacker betreute danach über Jahrzehnte die
Streicher. Seit geraumer Zeit hat nun Magdalena Sokolov-Korbel diese Aufgabe über-
nommen. Kurzzeitig fand Scholz Unterstützung vom nachfolgenden Schulleiter Peter Hellwig.
Doch schon bald trat der Cellist Walter Kruse an dessen Stelle. Bis heute sind Kruse und
Scholz ein perfekt aufeinander abgestimmtes Leitungstandem.


Das Repertoire des Orchesters ist vielseitig, von Barock über Klassik und Romantik bis zur
Filmmusik reichend. Immer wieder fanden sich Personen aus der Schülerschaft, die als
Solisten auftraten. So konnte der jetzige Schulleiter Frank Hartmann bei seinem Grußwort an
das Publikum in der Aula des Bad Iburger Gymnasiums nicht nur einen großen Klangkörper
präsentieren, sondern auch zwei Solisten: Cedric Guillaume (Klavier) und Marie Potthoff
(Horn). Dass das Konzert im Gymnasium Bad Iburg veranstaltet werde, möge auch als kleines
Dankeschön an all diejenigen - besonders aber auch an die Schulen und Eltern - in Bad Iburg
gesehen werden, für deren großartige Unterstützung bei der Frage, ob Bad Iburg in der
Solidargemeinschaft Kreismusikschule verbleibt, so Herr Hartmann.


Das Hornkonzert op.11 von Richard Strauss war mit seinem frischen ersten Satz der ideale
Einstieg in das Programm. Marie Potthoffs romantisch voller Horn Ton ließ nichts zu
wünschen übrig. Eher schwelgende Phrasen bestimmten Rossano Galantes „Genesis“
(Schöpfung). Mit der Suite aus „Superman“ von John Williams dirigierte Scholz eine klang-
starke und rhythmussichere Bläserfraktion. In Klaus Badelts „Fluch der Karibik“ gelang es
Walter Kruse, das spielfreudige Orchester trotz stark wechselnder Episoden zusammen zu
halten. Mit dem ersten Satz aus Frederic Chopins Klavierkonzert Nr. 1 in e-moll bewies das
Orchester einen langen Atem. Solist Cedric Guillaume meisterte mühelos seinen technisch
anspruchsvollen Part. Beglückende Momente entstanden oft durch ein hautenges
Zusammenwirken von Solist und Orchester. Einer temperamentvollen Rückkehr ins 20.
Jahrhundert glich der „Danzon“ von Arturo Marquez. Zugkräftig dirigierte Scholz auch die
Filmmusik zu „Heidi“ im Arrangement von Marie Potthoff. Die bekannteste Melodie daraus
durfte das Publikum sogar mitsingen. Bei der Polka „Blitz und Donner“ von Johann Strauß
(Sohn) zum Abschluss mit Kruse am Pult, blitzten die Bogenstriche der Streicher und das
Schlagwerk sorgte für lautstarken Donner.


Fast ebenso laut prasselte der Applaus des Publikums am Ende durch die Aula des
Gymnasiums.